10.06.2013 – Gottesvorstellungen

„Erweitern Sie ihre alten Gottesbilder um neue!“

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Ein hoher Raum, kleine Fenster, Stuhlkreis, in der Mitte steht eine große Kerze umgeben von Menschenbildern, Naturerscheinungen und Symbolbildern. Jeder sucht sich eines aus, das er mit Gott verbindet. Nach eingehender stiller Betrachtung hat man die Möglichkeit seine Gedanken zu äußern. „ Gott ist die Liebe, Fülle und Großzügiges, was immer hervorquillt.“, sagt eine Lehrerin zu ihrem Bild von einem Labyrinth, mit dem sie viele Erinnerungen an gute Begegnungen mit wichtigen Menschen verbindet. K. Wolf zeigt sein Bild eines gregorianischen Chorals, welcher für ihn Genuss darstellt, sowohl die aktive Teilnahme als auch das Zuhören. Mit dem Zitat von Augustinus „Wer singt, betet doppelt.“  unterstreicht er seine Aussage.

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Auf diesen persönlichen Zugang folgt nun der Bezug zur Schule. Ideen, Erfahrungen, wie auch noch ausstehende Fragen werden gesammelt. Die Fragen werden im Laufe der Veranstaltung geklärt oder am Ende speziell beantwortet.

In einem weiteren Schritt stellen die Initiatoren des ReliForums wortgewandt ihre Thesen zum Thema Gotteskonzepte dar.

Prof. Dr. Riegger zeigt ein Skizze einer Zigarette mit dem Untertitel: Das ist keine Zigarette. Er möchte damit deutlich machen, dass ein Abbild nicht der Gegenstand selbst ist. Wie man das Bild einer Zigarette nicht anzünden kann, so kann man Gott nicht rechtmäßig abbilden. So gibt es viele verschiedene Gottesbilder, die alle etwas Richtiges aussagen, aber immer mehr Unrichtiges implizieren. Deshalb ist seine These: „Erweitern Sie ihre alten Gottesbilder um neue!“

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H. Esch macht darauf aufmerksam, dass sich Gottesbilder im Laufe des Lebens verändern und auch durch schlimme Schicksalsschläge zusammenbrechen können. Aus diesem Grund ist es ihr besonders wichtig, bei jüngeren Schülern kein allzu „rosarotes“ Gottesbild zu vermitteln und bei älteren Schülern die Veränderung und das mögliche Zerbrechen dieser zu thematisieren. Ihre These lautet: „Grenzerfahrungen im Leben verändern unser Gotteskonzept!“

Hr. Erhart erzählt eine Geschichte von einem Jungen, der ein negatives Gottesbild hat, weil ihm sein Vater stets die Texte aus der Bibel vorliest, die einen strafenden Gott darstellen. Das Kind wird dadurch großen Ängsten ausgesetzt. Anhand verschiedener Karikaturen zeigt er noch problematische Gottesbilder, wie den „Buchhalter Gott“ oder Gott als „Automat“. Er schließt mit der These: „Gottesbilder können lebensförderlich, problematisch oder auch krankmachend sein. Wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung von Gottesbildern haben die Bezugspersonen.“

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Fr. Paul macht anhand von gemalten Gottesbildern deutlich, dass es einen „nachweisbaren Unterschied zwischen den Gotteskonzepten von Mädchen und Jungen“ gibt. Wie auch schon Hilger in seiner Studie nachgewiesen hat, ist das Gottesbild bei Jungen globaler, wohingegen Mädchen den Beziehungsaspekt in den Vordergrund stellen.

Die These von Fr. Kuttenkeuler lautet: „Der Arbeitsauftrag bestimmt wesentlich die Vorstellung der Schüler und die Arbeitsergebnisse!“. Deshalb stellt sie die Frage anders: „ Wo ist Gott in deiner Welt?“

Zum Schluss werden noch Bausteine für den Unterricht anhand von Materialien entwickelt.

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Franziska Christi, Franziska Rolvering

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