08.07.2013 – Die Person Jesu

Jesus ein Gesicht geben

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auch dritte Veranstaltung des ReliForums Augsburg großer Erfolg für alle Beteiligten.

Es liegt Spannung und Vorfreude in der Luft. Noch unbekannte Sitznachbarn lernen sich durch erste Gespräche gegenseitig kennen. Dann geht es endlich los:

„Es ist schön, dass sich hier wieder so viele verschiedene Teilnehmer zusammengefunden haben“, begrüßte Prof. Dr. Riegger zufrieden die Teilnehmer im Haus der Stille in der Franz-von-Assisi- Schule Augsburg. Gerade dieses breite Teilnehmerspektrum aus Universitätsvertretern, Seminarleitern, Lehrern, Referendaren, Studenten und anderen Interessierten sei das Erfolgsrezept für das Gelingen der Veranstaltung, so Riegger.

Nach der Einführungsveranstaltung und dem zweiten Teil mit dem Schwerpunkt Gotteskonzepte sollte nun die Person Jesu Thema des Abends sein. Wer war diese Person, die im Mittelpunkt des Christentums steht? Was wollte Jesus? Diese und weitere Fragen galt es nun im Laufe des Abends zu beantworten.

Begonnen wurde mit einer Aktivität, die einen persönlichen Zugang zum Thema ermöglichen sollte: Die Teilnehmer sollten sich, angeleitet von Josef Erhart, dem stellvertretenden Schulleiter, vorstellen, sie befänden sich auf einem vollen Marktplatz. Nun sollte über Jesus gesprochen werden. Damit der Gesprächseinstieg etwas leichter fiel, gab es zur Unterstützung kleine Zettel mit Fragen, wie beispielsweise „Was machte Jesus am liebsten?“ oder auch etwas provozierender: „Konnte Jesus zaubern?“. Diese Anreize verfehlten ihre Wirkung nicht und sofort entstand eine angeregte Gesprächsatmosphäre. Diese Aktion hatte gleichzeitig den positiven Nebeneffekt, dass sich die doch so unterschiedlichen Teilnehmer untereinander kennen lernten und man so auch das ein oder andere Interessante über seinen „Nachbarn“ erfuhr. Nach diesen Rückfragen auf das eigene Vorwissen und dem damit verbundenen persönlichen Zugang zu Jesus sollte es im Folgenden nun darum gehen, alle Teilnehmer auf den selben Wissensstand zu bringen, so Riegger weiter. Dies geschah durch einen Text aus dem Buch „Der historische Jesus. Ein Lehrbuch.“ von Theißen/Merz, der vorgetragen wurde. Aus diesem Text wählten die Mitwirkenden Thesen aus, die daraufhin in Gruppen näher betrachtet wurden. Ziel dieser genaueren Befassung sollte die Entwicklung von ganz konkreten Unterrichtsbausteinen sein.

Die Gruppe „Die Welt existierte weiter.“ mit Zielgruppe Grundschule wirft einen Blick auf die Gesellschaft und Umwelt zur Zeit Jesu. Neben der Veranschaulichung durch Bilder, dem Nachkochen der damaligen Nahrung oder Basteln von Modellhäuschen sollen vor allem die in unserem Kulturkreis wenig bekannten Personengruppen wie Zöllner, Samariter, etc. dargestellt werden. Auch Rollenspiele zu Geschichten und Gleichnissen sind denkbar.

Zwei Gleichnisse, das vom „Senfkorn“ und vom „Sauerteig“ nimmt die Gruppe „Jesus – manchmal ein Schalk“ unter die Lupe. Wenn man weiß, dass das Senfkorn damals als Unkraut und der Sauerteig als Fäulniserreger galt, fällt einem Jesu Augenzwinkern bei seinem Vergleich mit dem Wachsen des Reich Gottes auf. In der Schule könnte man zur Veranschaulichung ein Senfkorn pflanzen oder einen Sauerteig ansetzen. Auch das Thema typisch Mann – typisch Frau passt gut. Sät doch der Mann in seinem Wirkungsbereich, dem Garten, das Unkraut und die Frau verdirbt mit dem Sauerteig den ganzen Haushaltsvorrat. Schließlich könnten Schüler auch selbst Gleichnisse schreiben, wie etwas kleines ganz groß wird.

Mit der Tempelreinigung als Thema nimmt sich die nächste Gruppe das Buch „Botschaft für Teresa“ vor. Es wird für schwierig befunden, einen kleinen Teil aus einer Ganzschrift zu entnehmen. Deshalb könnte man eventuell fächerübergreifend mit Deutsch das ganze Buch lesen. Dabei sollte man methodisch dem Grundgedanken des Buches treu bleiben und mit den Schülern im Computerraum chattend in den Dialog gehen.

Gruppe vier überlegt sich Parallelen Jesu zu Erlösergestalten im Film (z.B. Armageddon). Den Schülern könnte man Ausschnitte zeigen, nachdem zuvor die Handlung besprochen wurde. Schüler sollen dann in Gruppen Fragen wie: „Was sind die Kennzeichen einer Erlöserfigur?“, „Warum bewegt der Film?“ oder „Wo liegt der Unterschied zu Jesus?“ beantworten.

Eine weitere Gruppe setzt sich mit der Titellesung auseinander. Jesus hatte viele Titel wie z.B. Christus, Messias oder Menschensohn. Jeder Titel zeigt auch die Beziehung zwischen Personen an. Schüler könnten versuchen darzustellen welche Titel sie mögen, welche weniger. Die Beziehung die daraus resultiert könnte auch zeichnerisch dargestellt werden. Ein anderer Weg wäre Schüler Titel selbst erfinden zu lassen. Auch Zeichen für Jesus, wie der Fisch oder das PX sollten hier behandelt werden.

Abschließend kann man feststellen, dass auch die dritte Veranstaltung des ReliForums wieder eine  große Bereicherung für alle Teilnehmenden war, zumindest ließen es die zufriedenen Gesichter am Ende des Treffens vermuten.

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